1.11. – 6.11.: Champions League und Geburtstagswoche

Hinterlasse einen Kommentar

Die erste November-Woche war wieder mal mit mehreren Aktivitäten gestreut. Wie sich einige evtl. noch erinnern können, war diese eine Champions League-Woche. Zwar durch nachfragen aber auch letztlich durch Glück, haben wir für das Spitzenspiel zwischen Hapoel Tel Aviv und dem FC Schalke 04 tatsächlich noch günstig (50€) Karten bekommen. So sind wir zu dritt (Manuel, Marcel und ich) dann Dienstagabend zu dem Spiel gegangen. Dabei gab es, ohne zu lügen, einige Erfahrungen zu sammeln. Dies ging schon vor dem Stadion los. Erst nach nun 3,5 Monaten die ich zu diesem Zeitpunkt schon hier war habe ich erfahren, dass Alkohol trinken in der Öffentlichkeit scheinbar nicht gestattet ist. Das Wegbier zum Stadion wurde uns nach halber Strecke nämlich prompt von der örtlichen Polizei abgenommen. Ich hatte aus mir unerklärlichen Gründen Glück, allerdings wurden  von einem der anderen erst mal die Personalien aufgenommen. Das Spiel selbst war dann, zumindest gemessen an der spielerischen Leistung, eine mittelschwere Katastrophe – 0:0 der Endstand. Allerdings konnten sich die Fans nichts vorwerfen lassen. Obwohl die meisten Schalker Fans in einem 24std Trip nach Israel gekommen sind (morgens 6 Uhr Flug DUS-TLV, tagsüber Jerusalem gesehen, abends Spiel in Tel Aviv und nachts um 3 Flieger zurück), hat das der Stimmung keinen Abbruch getan. Aus dieser Hinsicht war es ein interessanter Champions-League-Abend.

Am Donnerstag stand dann auch schon der nächste Ausflug auf dem Programm: Nazareth und Tiberius am See Genezareth. Auch wenn wir nur wenige Stunden in den Orten verbracht haben, reichte das leider schon aus um sagen zu können, dass diese die Erwartungen bei weitem nichterfüllt haben. Besonders das so verheißungsvolle Nazareth ist eigentlich ein muslimischer Ort der zwar noch Kirchen beherbergt, allerdings sonst auch nichts bietet.

Man achte im oberen Bild auf die Symbole äh Richtlinien zum Kirchenbesuch ;-)

Tiberius:

Am Abend gab es dann noch Lindas Geburtstag zu feiern.

Lindas Geburtstag sollte in dieser Woche der erste von dreien sein. Am Freitag führte es uns nämlich zu Mayaan, einer israelischen Bekanntschaft die ihren Geburtstag im direkt angrenzenden Ort Ramat Gan feierte. Eine gute Chance noch mehr Israelis kennen zu lernen und es dauerte auch nicht lang, bis ich mit mehreren über das Fußballspiel vom Dienstag diskutiert habe.

Um die Woche dann zu komplettieren, feierte Robert, unser Pole mit australischen Wurzeln in der Runde, am Samstag seinen Geburtstag bei sich auf dem Dach.

Herzliya, International Lunch und Halloween

Hinterlasse einen Kommentar

Obwohl die darauffolgende Woche viel in sich hatte, gibt es doch sooo viel gar nicht zu erzählen. Spannend wird es da erst am Freitag (29.10.). Bis dahin war die Woche relativ normal – zu Beginn der Woche Unikram und ansonsten natürlich jeden Tag viel Radfahren. Das war auch mit Blick auf den Freitag nötig. Da stand nämlich die Fahrradtour nach Herzliya auf der Agenda. Das heißt, ca. 35km auf 2 Rädern absolvieren. Die Küstenregion hat zwar keine Berge, trotzdem gab es für uns ein interessantes Streckenprofil. Auf dem Hinweg ging es über einen bestimmt 1km langen Schotter weg, der manch einem Fahrrad die ein oder andere Schraube abverlangt hat :-) . Für den Rückweg wollten wir dann schlauer sein und einen anderen Weg nehmen. Dafür gab es dann seichten Sand, der zu passieren war. Auch wettertechnisch war für alle was dabei. Auf den letzten Metern vom Rückweg gab es nämlich noch einen Platzregen. Der war zwar kurz aber hatte schon fast Hagel-Ausmaße, gepaart mit ordentlichem Seitenwind aus Meeresrichtung. Insgesamt ein sehr cooler 4,5 Std. Ausflug…

Achja, die Endstation in Herzliya war der Yacht-Hafen, da wir uns dort mit einem rumänischen Pärchen so verquatscht haben, dass wir danach aus zeitlichen Gründen nicht mehr weiter in den Norden gefahren sind. Dafür haben wir wenigstens ein paar nette Boote gesehen…

Am nächsten Tag war dann schon das nächste nennenswerte Event angesagt. Die Mädels aus unserem Exchange-Programm haben sich überlegt, ein „International Lunch“ zu veranstalten. Die Idee dazu ist, dass jeder aus seinem Land eine Speise zubereitet und mitbringt. Ausgenommen die deutsche Fraktion. Da wir die größte gruppe darstellen, war uns dann gütigerweise zugestanden worden, irgendwas mitzubringen was wir mögen. Mein Plan war eigentlich eine Quark-Frucht-Nachspeise zu kredenzen, allerdings kam mir da überraschenderweise die heimische Küchenausstattung dazwischen. Ich durfte nämlich feststellen, dass wir nur eine einzige Schüssel in geeigneter Größe haben und diese schon etwas rostig ist. Dumm gelaufen. Zur Improvisation wurde dann einfach mal Bier gekauft und so haben wir letztlich zu viert für den Hopfensaft vor Ort gesorgt. Ist ja immerhin auch deutsch ;-) Dafür haben aber alle anderen sehr lecker gekocht und sogar der kleinste Gast machte einen zufriedenen Eindruck :-)

hier mal ein Bild vom Ausblick aus Lindas’ (unsere gastgeberin) Wohnzimmer….

Sonntag war  dann Halloween. Angefangen hat alles wieder auf Nils‘ Dach, wonach die Party dann später im Dizengoff (eine Disco die genauso heißt wie das Einkaufscenter) fortgeführt wurde.

KW 42: Gossip und Bat Yam

4 Kommentare

Ob ihr es glaubt oder nicht, aber kalendarisch ist auch ab Oktober Winter in Israel. Besonders bemerkbar macht sich das in der Club- und Discoszene.  Die meisten Läden mit Outdoor-Bereich schließen und andere Läden die nur im Winter geöffnet sind, beginnen wieder ihr Business. So kam es, dass es mich am Dienstag nach der OWoche gemeinsam mit einigen anderen aus der Gruppe zur ReOpening-Party des Gossip-Clubs, angeblich einem der besten Clubs in Tel Aviv verschlagen hat. Das zeichnete sich auch draußen ab – eine riesige Schlange. Nur gut, dass unsere Italienerin Linda mit ihrer VIP-Karte mal eben abgeklärt hat, dass wir nicht warten mussten :-) Zu laut und viel zu voll aber trotzdem gut war der erste Eindruck. Besonders „zu laut“ hat eine lustige Nebengeschichte, die ich euch unmöglich vorenthalten möchte. Eigentlich war ich nur auf der Suche nach dem Schirutim (WC), als folgendes geschah: Da ich nicht ewig suchen wollte und mir gerade ein Mädel über den Weg lief die wie Personal aussah, wollte ich eigentlich nur fragen ob sie mir den Weg erklären kann. Ich habe allerdings keine Ahnung was sie verstanden hatte. Auf jeden Fall wollte sie mein Alter wissen. Da sie das wohl für angemessen oder ausreichend erachtete, lockte sie mich in ein Hinterzimmer in dem sie dann anfing mir was von einer VIP-Karte zu erzählen. Da mir da das Theater vom Eingang durch den Kopf schoss, konnte ich natürlich nicht nein sagen und prompt hatte ich eine VIP-Karte ohne was dafür zu tun. Praktisch daran, dass diese Karte auch für anderen Läden gültig ist und mir so jede Wartezeit oder Kleiderordnung egal sein kann. Bei Nachfrage hat sie mir dann anschließend doch noch erklärt wie ich das Schirutim finde ;-) Also ein gelungener Abend!

Freitag in dieser Woche gab es erst mittags ein kleines Abenteuer bevor abends Robert noch zu sich aufs Dach eingeladen hat. Nach der Vorlesung am Mittag sollte es  nach Jaffo (Süden von Tel Aviv) gehen um dort zu Mittag zu essen. Da ich nach der Vorlesung noch was klären musste, habe ich mich entschieden den anderen nachzufahren. Eigentlich ist der Weg auch ganz einfach. Von der Uni aus braucht der 25er Bus ca. 1 Std bis nach Jaffo. Die Absprache war so, dass die 3 anderen, die 1 oder 2 Busse vor mir waren, anrufen wenn sie aussteigen. Allerdings haben sich jene Damen und Herren bei der Fahrt verquatscht und es verpasst in Jaffo auszusteigen. So kam es, dass wir irgendwann, schon lange außerhalb des eigentlichen Bereichs in dem das Fahrticket noch gültig ist, an der Endstation in Bat Yam angekommen sind. Natürlich hat die Fahrt mal locker über 1,5 Std. gedauert, wir also 14 Uhr bereits vorbei hatten. Wer nun 1 und 1 zusammen zählt, daran denkt dass Freitag und somit unmittelbar vor Sabbath ist, wird richtig feststellen, dass es um diese Uhrzeit außerhalb von Tel Aviv schon ein Akt sein kann, noch etwas zu Essen zu finden, was man nicht noch selber kochen muss ;-) Nachdem wir dann aber doch noch was gefunden haben, stellte sich anschließend die Frage nach dem Rückweg. Da natürlich nach 16 Uhr freitags keine Busse mehr fahren, haben wir uns entschieden die 8km mal eben am Strand entlang zu laufen. Über 2,5 Std. später, nach dem erfolgreichen Kampf gegen eine feindlich gesonnenen Glasscherbe und einem leckeren Eis, war der Weg auch geschafft und zumindest ich zu Hause angekommen.


Orientierungswoche 11. – 16.10.

Hinterlasse einen Kommentar

Am 11. Oktober war es soweit – die Uni hat begonnen und hätte schon beinahe mit dem ersten Fehlen angefangen. Und zwar muss man zwischen den „normalen“ Austauschstudenten (den Oversea Students) und in meinem Fall den WiWi-Austauschstudenten unterscheiden. Die Orientierungswoche der WiWi Fakultät hat erst am 11.10. angefangen. Die Einführung (nur ein Tag anstatt die ganze Woche) der anderen Oversea Students startete bereits am Sonntag. Daher war am Montag schon die erste Vorlesung. Erst um 11:15 hab ich aber erfahren, dass ich um 12 Uhr schon meine erste Vorlesung habe. Natürlich habe ich es noch rechtzeitig geschafft, der erste Stress war so aber schon mal gegeben. Passend um 14 Uhr startete dann mit einem ersten Kennenlernen die Orientierungswoche der Recanati Business School. Die Gruppe, die aus 29 Austauschstudenten besteht, ist bunt gemixt. Bis auf einen Australier, einen Brasilianer und eine Amerikanerin kommen alle aus Europa. Davon sogar sehr viele aus Deutschland oder zumindest dem deutschsprachigen Raum. Rechnet man einen der Finnen dazu, welcher bereits im Austausch in Deutschland war, verstehen genau genommen  14 der 29 Studenten deutsch. Was im ersten Augenblick evtl. erst schade wirkt, macht bei genauerer Betrachtung nichts aus. Sobald nicht deutschsprachige Leute in der Runde sind, wird ausnahmslos englisch gesprochen und auch so kann man sich notfalls immer schnell gegenseitig mit Vokabeln aushelfen ohne lang umschreiben zu müssen.

Der erste Tag war auf jeden Fall sehr angenehm. Nach der Kennenlern-Runde gab es ein paar Worte vom Dekan, danach von unseren Verantwortlichen Sharon und Sivan eine Uniführung (was für Jonathan und mich natürlich schon kalter Kaffee war J ) und danach eine erste Pause.

Diese haben wir genutzt um mit dem Großteil der Gruppe am Campus in Gregs Cafe Essen zu gehen. So ließen sich die ca. 1,5std bis zum InterPeer-Treffen, welches für 19:15 angesetzt war, gut überbrücken. Da ich gerade nicht sicher bin ob ich zum InterPeer schon was gesagt hab, hier nur kurz wenige Worte: InterPeer ist ein Programm der Fakultät in dem jedem Austauschstudenten einen freiwilligen einheimischen Studenten zugeordnet wird. Diese Verbindung soll dazu helfen, einen besseren Eindruck in die Kultur und das Leben in Israel zu bieten. Für dieses erste Treffen war allerdings eine Art Speeddating angesetzt. Jeder bekam also die Möglichkeit mit jedem „Einheimischen“ 2 Minuten zu quatschen, bevor man dann zum nächsten Studenten weitergehen musste. So konnte man schnell mit vielen anderen Studenten in Kontakt treten.  Um 22:30 war ich dann von meinem ersten Unitag wieder zu Hause.

Dienstag war dann der 2. Tag der Orientierungswoche. Da gab es von 11 bis ca. 16:30 Informationen über die israelische Wirtschaft, der Studentenunion (so wie in Deutschland der AStA, nur viel besser da größer und mehr Angebote) und eine allgemeine Einführung in das Land, mit samt demographischen und geographischen Fakten. Damit Nina einen Grund hatte, ihren angepriesenen Nudelsalat zaubern zu können, haben wir am Abend auf Nils‘ Dach gegrillt. Passend dass die Uni da bereits begonnen hatte und man so auch mit den neuen Kommilitonen die außeruniversitären Gespräche führen konnte.

Trotz der Party bei Nils die am Vorabend für einige noch bis 4 Uhr andauerte (ich war ausnahmsweise schon um halb 3 verschwunden ;-) )haben es alle am Mittwochmorgen um 8:15 Uhr zur Uni geschafft.

Da stand nämlich bereits der Bus zur Abfahrt nach Jerusalem bereit.  Auch wenn wir die üblichen Touristenorte wie die Western Wall oder die Grabeskirche besucht haben, war es nicht langweilig. Diesmal waren wir auch im deutschen Hospiz, welches von der Dachterrasse aus einen tollen Ausblick liefert. Als wir gegen 18 Uhr dann wieder in Tel Aviv waren und ich mit unseren aus deutscher Sicht unmittelbaren Nachbarn Marina (Holland) und Robert (Polen) vom Bahnhof aus nach Hause gelaufen bin, merkte man schon dass es ein anstrengender Tag war.

Am Donnerstag war eher gechilltes Programm angesagt. Um 11 Uhr haben wir uns an der alten Zugstation in Jaffo getroffen. Von dort aus gab es eine Führung durch das Künstler- und Kreativviertel Neve Tzedek.   Dort erlebt man ein völlig anderes Tel Aviv mit vielen kleinen Gassen und einer viel ruhigeren Atmosphäre als im Zentrum von Tel Aviv.  Da die Tour nur ca 2 Stunden ging, hat sich ein großer Teil der Gruppe gegen 17 Uhr nochmal am Strand zum Beachvolleyball getroffen. Das hat dann auch direkt so viel Spaß gemacht, dass wir nach Sonnenuntergang zu den beleuchteten Plätzen gewechselt sind und doch noch bis ca. 21 Uhr gespielt haben.

Nachdem Freitag dann erst mal nichts auf dem Programm stand, wurde die Orientierungswoche Samstagabend mit einer Party von der Studentenunion abgeschlossen. Sogar unsere verantwortlichen Koordinatorinnen waren vor Ort :-)

Tag 82 und 85: Haifa und Shalom Tower

Hinterlasse einen Kommentar

Nachdem wir aus Jordanien wieder da waren, konnte man die Tage, bis die Uni beginnt, schon genau an einer Hand abzählen.

Um diese Zeit zu überbrücken stand am Donnerstag spontan noch ein Tagestrip nach Haifa an. Die größte Sehenswürdigkeit ist dort der Bahai Garden. Allerdings kommt man hier nur komplett mit einer Führung rein. Dafür waren wir zwar zeitlich rechtzeitig da, doch hatte es am Morgen geregnet so dass die Führung ausgefallen und der Garten geschlossen war.  Als unsere Bilder entstanden sind, war es natürlich wieder schön :-/ Naja, so kamen wir zwar nur zu bestimmten Stellen an den Anfang des Gartens, hatten dafür aber insgesamt einen schönen Tag in Haifa. Besondere Überraschung war, dass es an dem Tag in Tel Aviv wohl für ein paar Minuten wie auf Eimern geregnet hat, wir davon aber nichts mitbekommen haben :-)

Am letzten freien Tag, dem Sonntag, waren wir im 29. Stock des Shalom Towers. Das ist das höchste Gebäude in Tel Aviv und bietet entsprechend Aussicht über die Stadt. Im Erdgeschoss steht auch ein Miniatur-Model von Tel Aviv – auch sehr interessant :-) Danach haben wir noch einen köstlichen Kuchen am Rotschild Boulevard gegessen.

Jordanien Teil 3: Wadi Musa – oder der durch Petra geht

Hinterlasse einen Kommentar

Wadi Musa heißt der Ort, der an der aus dem Indiana Jones Film „Suche nach dem heiligen Gral“ berühmt gewordenen Felsstadt Petra liegt. Petra besteht aus einer schmalen Schlucht, dem sogenannten Siq, die knapp 2km lang ist und zu mehreren in Stein gehauenen Höhlen oder besser gesagt Tempeln führt. Naja gut, wie dem auch sei, haben wir uns morgens auf den Weg dorthin gemacht. Dabei haben wir uns nicht nur aus finanziellen Gründen für den Bus anstatt des Taxis entschieden. Bus fahren ist nun mal in den meisten nicht-europäischen Ländern ein Highlight. Diese Erkenntnis trifft auch auf Jordanien zu :-) Hier gab es fast einen spontanen Streik des Busfahrers. Dazu aber später mehr. Auf der Fahrt nach Wadi Rum lief alles wunderbar. Der Bus fuhr zwar leicht verspätet los, trotzdem waren wir gegen 11:30 in Wadi Musa. In Wadi Musa angekommen, hieß es erst mal eine Unterkunft für die kommende Nacht zu finden. Im Beduinen-Camp haben uns 3 Amerikaner einen Tipp für ein Hostel gegeben, den wir dann auch befolgten. So führte es uns zu einer unfreundlichen Rezeptionistin die uns nur noch einen 9er Dorm (Schlafsaal) für 13€ die Nacht bieten konnte. Allerdings sollten wir für die eher schlechte Unterkunft (siffiges Bad und quietschende Zimmertür) noch mit einer Überraschung am Abend belohnt werden.  Nachmittags waren wir dann aber erst mal in Petra selbst. Eigentlich muss man dazu gar nicht viel sagen. Die Bilder weiter unten sollten für sich sprechen. Auch wenn die Eintrittspreise jetzt ab November 60 bis 90€ betragen, hat es sich absolut gelohnt. Petra ist nicht umsonst eines der neuen Weltwunder.  Ohne es vorher geplant zu haben, konnten wir dann auch noch den Sonnenuntergang in Petra mitnehmen. Beim Abendessen im Hostel gabs dann die Überraschung – eine Art Reunion. Dort trafen wir neben den 3 Amerikanern vom Vortag nicht nur überraschend eine andere Deutsche aus dem Hebräisch-Sprachkurs aus dem Sommer sondern auch den Weltreisenden Schweizer Thierry, den wir wenige Tage zuvor bereits in Aqaba kenngelernt haben. Wieviel Zufall muss da eigentlich zusammen kommen? Da ist die Welt dann doch total klein. Nachdem wir am nächsten Morgen noch gemeinsam gefrühstückt haben, ging es für uns dann gegen 11 Uhr wieder zurück nach Aqaba. Eigentlich sollte die Busfahrt von Wadi Musa nach Aqaba (ca. 130km) 5 Dinar, also 5€ kosten. Allerdings hat der Busfahrer gefordert, dass alle noch 1€ mehr zahlen müssen, weil der Bus nicht voll werden wollte (Busse haben keine feste Abfahrtzeit sondern fahren erst los wenn genügend Passagiere drin sitzen). Logischerweise will das natürlich keiner zahlen da der Preis ja nicht von der Personenzahl abhängen soll. So verging über 1 Stunde bis der Busfahrer das einsehen hatte, dass keiner gewillt ist mehr zu zahlen und er trotzdem fahren muss. Mit dem französischen Pärchen (was offiziell keins sein wollte) das wir im Bus kennen gelernt haben und gerade auf Beirut (Libanon) kam, waren wir in Aqaba dann noch Essen bevor es dann über die Grenze mit dem Bus zurück von Eilat nach Tel Aviv ging. Allerdings hat uns dieses besagte Essen auf der 5,5stündigen Rückfahrt nach Tel Aviv ordentlich getrietzt. Keine Ahnung wie es den Franzosen erging, allerdings haben wir uns das Essen bei der Busfahrt von Eilat nach Tel Aviv nochmal durch den Kopf gehen lassen. Wenn auch der Trip unangenehm endete, war er trotzdem sehr schön mit vielen tollen Eindrücken und Ereignissen.

Hier nun einige Bilder, z. B.  von der Aussicht über Wadi Musa und Petra, unserem tollen 9er Schlafsaal, Thierry dem Weltreisenden mit dem Motorrad oder einigen anderen Stellen in Petra selbst.

Neben den obligatorischen Bildern gibt es dieses Mal allerdings noch ein paar Videos :-)

Aussicht über Wadi Musa und Petra

ich im Siq von Petra, mit Aussicht auf die Schatzkammer

Das nächste Video zeugt eine Höhle hoch über Petra. Das besondere hierbei ist allerdings eine Touristin die im hintergrund singt und einen passenden klang erzeugt….

Und zuletzt noch ein Video von der Busfahrt nach Aqaba. Jonathan und nina lassen sich gerade erklären wie man darauf kommt in Beirut zu arbeiten, während im Radio Techno-Beats gespielt werden. Und bevor einer die Rückfrage stellt, ja der Liedtext war wirklich “fuck bitch” :-D

Jordanien Teil 2: Wadi Rum – oder der die Wüste erlebt

Hinterlasse einen Kommentar

Nach 2 Übernachtungen am Aqaba South Beach  fuhr uns Ali – der Taxifahrer unseres Vertrauens – vormittags in die Steinwüste von Wadi Rum. Dort wurden wir bereits von Salmon und seinem Cousin (dessen Name bei mir irgendwie nicht hängen geblieben ist ^^) erwartet. Die beiden sind Beduinen und leben in der Wüste. Von dem Wadi Rum Besucher Zentrum aus sind wir ca. 3km auf Kamelen geritten, bis zu der Stelle, wo es dann mit dem Jeep weiter ging.  Salmon hat mit uns 3 dann eine ca 4stündige Jeep-Tour durch die Wüste gemacht, inklusive Sandboarding (mit dem Snowboard eine Sanddüne runter) und auf Felsen klettern. Anschließend gings dann in das Camp wo wir auch übernachtet haben. Camp bedeutet, dass wir insgesamt 12 Leute waren in einer kleinen Siedlung von Zelten (7 oder 8). Wir konnten frei wählen, ob wir komplett unter freiem Himmel schlafen wollten, oder dann doch die Zelte bevorzugen. Auch wenn wir uns für die Zelte entschieden haben, konnten wir es uns natürlich trotzdem nicht nehmen lassen, nachts den Sternenhimmel zu beobachten. Und das hat sich wirklich gelohnt! Nicht nur, dass man die Milchstraße sehen konnte, in den 2 Stunden die wir da lagen, ließen sich sogar 2 Sternschnuppen beobachten! Das war echt ganz großes Kino!!! Aber nicht nur wegen der tollen Natur war Wadi Rum ein voller Erfolg. Beim Abendessen (was z. B. aus arabischem  Salat, Reis und Paprikagemüse bestand und sehr lecker war) hat sich sogar der „Chef“ dieses Beduinen-Camps zu uns an den Tisch gesetzt. Der anfänglich sich in Schüchternheit äußernde Respekt legte sich schnell als uns klar wurde, dass der wie ein Scheich gekleidete Mann einen angenehmen Humor hatte und gerne über die Kultur der Beduinen berichtete. Auch wenn das schon ziemlich cool war, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass der nächste Abend in Wadi Moussa noch lustiger wird. Dorthin machten wir uns nämlich früh morgens um 8 nach der Nacht bei den Beduinen auf. Genaueres dazu gibt es dann im nächsten Teil ;-) Jetzt erst noch ein paar Fotos….

 

Jonathan erklärt Ali, dass wir erst noch in Aqaba City was zu trinken shoppen wollen :-)

 

 

 

 

 

Nina, unsere heimliche Reiseführerin hat alles im Griff…

Auf gehts…

Die Zeichen in den Felsen sagen aus, auf welcher “Wüstenstraße” man sich befindet. Nachdem Salmon uns das erklärt hat, musste natürlich dazu auch posiert werden…..

Düne zum Sandboarden

Sonnenuntergang

Bei genauem Hinsehen, kann man sogar auf dem Foto die Sterne erkennen….

Der Sonnenaufgang am nächsten Morgen. Natürlich oben von einem Berg aus beobachtet.

Als hätte ich intuitiv den richtigen Berg ausgesucht….

..gabs da oben doch ein eine Couch bzw. eine ausgebaute Auto-Rückbank :-)

und auf diesem Berg haben wir den Sonnenaufgang begutachtet.

Nach einer kleinen Foto-Session (durch die wir schon beim Frühstück fast spät dran waren) wurden wir dann wieder mit dem Jeep zum Ausgangspunkt, dem Wadi Rum Besucher Center gebracht

Jordanien Teil 1: Aqaba – oder der mit den Feuerfischen schwimmt

1 Kommentar

Der Oktober fing direkt erstmal mit Urlaub an! Nach langer Vorfreude fuhren wir am 1. Oktober nach Jordanien. Wir, dass sind mal wieder Jonathan, ich und in diesem Falls Jonathans Besuch – Nina. Da die beiden vor unserem Jordanien-Trip schon in Jerusalem und Umgebung unterwegs waren, haben wir uns direkt in Eilat, der südlichsten Stadt Israels getroffen. Unser Plan für die Tour war im Vorfeld einigermaßen geplant. Zu Beginn hatten wir 2 Übernachtungen in Aqaba South Beach in einem Hotel direkt am Roten Meer. Danach wollten wir eine Nacht in der Wüste in Wadi Rum bei einem Beduinen schlafen und zuletzt dann die Felsenstadt Petra sehen. Aber fangen wir mit Aqaba an: Nach 5,5 Std (für nur 13€) hat mich der Bus von Tel Aviv nach Eilat gebracht. Zur selben Zeit sind auch Jonathan und Nina in Eilat eingetroffen und wir konnten ohne große Wartezeit direkt weiter Richtung Jordanien. Doch wie es bei Reisen immer so ist, trifft man andere Menschen. In diesem Fall haben wir am Busbahnhof von Eilat einen weiteren Deutschen in unserem Alter kennengelernt, der auch nach Aqaba unterwegs war, allerdings ursprünglich an der grenze zu Jordanien in einem Kibbutz arbeitet. Um dann günstiger Taxi fahren zu können, sind wir mit ihm  weiter gefahren. Auf diesem Weg haben wir auch noch sein Kibbutz, indem überwiegend Datteln angebaut werden, besucht. Das recherchierte Hotel erwies sich dann auch als gute Unterkunft. Die Betten waren zwar sehr sehr hart (sogar für meine Verhältnisse), aber dafür gabs neben dem Pool das Rote Meer direkt auf der anderen Straßenseite.

Die 2 Tage dort haben wir dann auch gut genutzt. Neben dem fast schon obligatorischen Schnorcheln haben Jonathan und ich auch einen Tauchgang gebucht. Für mich war es das erste Mal tauchen überhaupt und ich war echt beeindruckt. Auch wenn es im Roten Meer noch bessere Stellen zum tauchen gibt, war das definitiv ein Highlight.

Rechenschaftsbericht September

Hinterlasse einen Kommentar

Lange habe ich nichts mehr von mir hören lassen, doch dies war sicherlich nicht weil mir was passiert ist, sondern vielmehr weil einfach die Zeit fehlt. Seit meiner letzten Meldung ist auch wieder einiges passiert. Kurz nachdem ich euch zuletzt geschrieben habe, habe ich doch tatsächlich eine super coole Bude bzw. ein WG-Zimmer gefunden. Solange nichts schief geht wohne ich nun bis zum Ende meines Aufenthalts in einer 3er WG mit einem Brasilianer (31) und einer Israelin (24) zusammen. Beide sind super nett. Betrachtet man daneben die Lage und die Tatsache, dass ich sogar einen eigenen Balkon mit Sofa habe, ist das Zimmer echt ein Schnäppchen :-) Inzwischen haben auf jenem balkon schon gut eine Hand voll Filmabende stattgefunden.

Ein weiteres Hightlight der letzten Septemberwochen war sicherlich das David Guetta-Konzert. Ein wahres Open Air Konzert was eher Campusfest-Charakter hatte. Aber sehr selbst:

Das krasseste an dieser Veranstaltung war allerdings der Heimweg. Nachdem  wir zuvor mehrere Stunden getanzt und gestanden haben, sollte es für den Rückweg kein Taxi oder Bus geben. Kurz gesagt, ich bin die ganzen 7,5km noch nach hause gelaufen….

Der September in Israel kam mir vor wie der Monat der Feiertage. Eine Woche später war es nämlich für den nächsten soweit: Yom Kippur. Dieser ist der heiligste Feiertag im Judentum bei dem sogar rundum Tel Aviv (lange nicht so religiös wie Jerusalem) die Straßen gesperrt wurden und somit kein Auto fuhr. Die Kulisse war einmalig. Keine Autos, dafür spielende Kinder auf der Hauptstraße und parkende Fahrräderauf der Kreuzung. Zudem wurde an diesem Tag gefastet (was ich auch eher weniger praktiziert habe ;-) ).

Allerdings waren dieser Feiertag und die Erkenntnis, nicht überall schnell hinkommen zu können ohne Busse, ausschlaggebend dafür, ein Fahrrad zu kaufen. Ob ihr es glaubt oder nicht, hat diese Aktion mal wieder 3 Tage verschlungen. Nachdem ich nach 2 Tagen erfolgloser Suche nach einen gebrauchten Rad (hier wird geklaut wie die Raben und daher dachte ich wär was gebrachtes nicht so schade) allerdings gefrustet war, habe ich mich dann am 3. Tag doch entschieden ein neues Rad zu kaufen. Nach 2 Reklamationen noch am selben Tag  - erst ist nach 5km der hintere Schlauch geplatzt und danach hatte ich plötzlich während der Fahrt den Lenker in der Hand – konnte ich auch anfangen mit dem Rad zufrieden zu sein. Zumindest stand seitdem einer guten Fahrt – sei es durch den schönen Hayarkon Park oder zum Hafen nach Jaffa – nichts mehr im Wege :-)

Ani beseder – ich bin in Ordnung

1 Kommentar

Kaum ist man mal 10 Tage zu Hause in Deutschland, ändert sich in Tel Aviv alles… Die erste Veränderung ist, dass das zerfetzte Sofa des Hundes unserer Nachbarin (siehe Foto) gegen ein neues ausgetauscht wurde.

Dienstag führte der Weg dann zur Uni und prompt tauchte die nächste Veränderung auf: die Bushaltestelle der Linie 25 wurde spontan mal auf die Querstrasse verlegt ohne mir Bescheid zu geben ;-)

 

Und die dritte Veränderung ist sicherlich die größte. Jonathan hat mittlerweile eine andere WG gefunden, so dass ich das kleine 1-Raum-Appartment ganz für mich alleine habe :-)

Nun heißt es für mich langsam auch eine andere Bleibe zu suchen. Am 16.9. muss ich das Zimmer hier räumen da die eigentliche Mieterin aus ihrem Urlaub zurück kommt.  Wünscht mir Glück, dass ich was gutes finde :-)

Nachdem ich diese Änderungen alle realisiert hatte, gingen hier auch direkt die Feiertage los. Der hebräische Kalender ist ja bekanntlich anders als der den wir so kennen. Dementsprechend war hier dann am Mittwoch Silvester bzw. Neujahr (Rosh HaShana). Zu diesem Anlass hat uns die nette Dame vom International Office der Uni eine Familie organisiert, bei der wir dieses religiöse Fest mitfeiern durften. Für diesen Anlass waren wir bei den Eltern eines Absolventen unseres MBA-Programms zum Essen eingeladen. Erst waren wir schon am Nachmittag bei ihm und seiner Verlobten um generell etwas mehr über Israel und das Judentum zu erfahren. Am Abend, nachdem seine Eltern und andere Verwandte aus der Synagoge kamen, haben wir dieses dann besucht. Dieser Besuch war echt interessant, da sehr vielseitig. Das Spannende an der Angelegenheit war, dass der Absolvent und seine Verlobt eher weniger gläubig sind. Seine Eltern und der Bruder definitiv gläubig aber nicht übermäßig, der Mann der Schwester, also der Schwager allerdings extrem gläubig, also orthodoxer Jude ist. Die Schwester hat 3 Kinder im Alter von 3-5 Jahren (Zwillinge 3 und ein älteres Mädchen 5). Die waren echt witzig aber hatten auch nur Unsinn im Kopf. Als Außenstehender schon ein kleines Comedy-Theater.  An Rosh HaShana ist es unter anderem Verboten, nach Sonnenuntergang elektrisches Licht einzuschalten. Daher waren alle sehr darauf bedacht, dass die Kinder es nicht ausschalten. Eines der kinder hatte vorher schon die Klimaanlage deaktiviert. Daher waren alle froh, dass Jonathan und ich in die Familie kamen, da wir als nicht-Juden von der Regel nicht betroffen sind und die Klimaanlage wieder anmachen durften.  Nachdem wir von dem Vater der Familie über alles gelöchert wurden und dieser sogar wissen wollte was unsere Eltern beruflich machen, gab es dann nach einigen Gebeten das Essen. Essen ist dabei noch fast untertrieben. Es sollte uns ein 5gängiges Festmahl erwarten. 1. Gang war Obst mit Honig. Honig, damit das kommende Jahr süß wird. 2. Gang 5 verschiedene Arten von Fisch,. 3. Gang 2 verschiedene Suppen (Die Möhrensuppe war echt super lecker). 4. Gang 4 verschiedene Sorten Fleisch. Der 5. Gang war dann der Nachtisch. Hier gab es dann Eis. Die meisten Sachen waren echt lecker. Ich habe versucht alles zu probieren, wobei das bei der Masse an verschiedenen Gerichten schon ein schwieriges Unterfangen war.  Alles in Allem ein sehr sehr interessanter Abend.

Ältere Artikel

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.